regionale Motorsport News
Benzingespräche in Fröbersgrün
Am 15.10.10 war Heinz Rosner, der 3. der 250 ccm Motorrad Weltmeisterschaft 1968, in Fröbersgrün zu Gast.
Er stellte sein Buch "Heinz Rosner ... startet für MZ" vor.
Im Laufe seiner Karriere startete er bei 46 Grand Prix und erreichte dabei 26 Podestplätze.
Er ist damit der erfolgreichste DDR-Motorsportler.
Etwa 40 Motorsportfreunde lauschten gespannt den Ausführungen des ehemaligen Weltklassefahrers, welche durch Film und Fotomaterial untermalt waren.
Der DDR-Straßenrennsport war der Sport von Individualisten, sie wurden oft durch schlechte Materialqualität gebremst.
Sehr oft bekam dies auch Heinz Rosner zu spüren. Er fiel oft, in aussichtsreicher Position liegend, durch Materialschaden aus.
Die MZ war zur damaligen Zeit technisch das "non plus ultra" im Straßenrennsport.
Die Rennzweitakter aus Zschopau auf absolutem Weltniveau, ja wenn die Materialqualität gestimmt hätte.
Aber leider war dies nicht der Fall und MZ musste Teile aus dem westlichen Ausland für teures Geld zukaufen.
Dies führte dazu, dass die Rennabteilung immer kleiner wurde und im Endeffekt der Wettlauf mit der Konkurrenz, besonders aus Japan, verloren wurde.
MZ zog sich vom Straßenrennsport zurück.
Diskutiert wurde unter anderem, was wäre gewesen, wenn MZ dasselbe Material wie die anderen Motorradhersteller zur Verfügung gehabt hätte. Es gäbe bestimmt einen Weltmeister auf MZ, der bestimmt HEINZ ROSNER gehießen hätte. Aber leider...
Es war ein schöner Abend, der wieder Appetit auf mehr gemacht hat.
Die Veranstaltungsreihe "Motorsport" soll auf alle Fälle 2011 fortgeführt werden.
Als Gäste gibt es verschiedene Alternativen: MC Schleizer Dreieck, einen Vertreter der Melkus-Dynastie, oder den rasenden Dachdecker aus Syrau.
Also, lasst euch überraschen.
Bilder gibt es hier
Saisonauftakt dieses Jahr bei Kaiserwetter
Geschichten, die das Leben schreibt!
Am 27.11.09 war sie beim Heimatverein Fröbersgrün zu Gast, die schnellste Frau des Vogtlandes.
Helga Heinrich Steudel, die bekannteste Rennfahrerin der ehemaligen DDR, präsentierte ihr Buch "Die Rennamazone aus dem Vogtland" und erzählte Geschichten und Anekdoten aus ihrem Leben.
Etwa 60-70 Motorsportfreunde waren der Einladung nach Fröbersgrün gefolgt und lauschten
gespannt den Ausführungen der Rennlady. Untermalt wurde die ganze Sache mit Filmen
und Fotos aus der 50-jährigen Rennkarriere. Auch alte Weggefährten wie Hans Olbertz und
Günther Raab waren zu Gast, die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu
erzählen.
So auch die Geschichte mit der Rennkombi:
Irgendwann Mitte der sechziger Jahre suchte Günther Raab eine Rennkombi. Im
Laden gab es solche Teile natürlich nicht zu kaufen, denn Motorsport war in der DDR
kein Fördersport und wurde von staatlicher Seite nicht unterstützt.
Also fragte man sich durchs Fahrerlager und irgendwann landete Günther auch
bei Helga. Auf Grund ihrer auch damals schon großen Popularität als Frau im Rennsport,
hatte sie eine Kombi von einem Westkollegen als Geschenk bekommen und somit
ihre alte Kombi übrig. Als Günther Helga fragte, bot sie ihm diese an.
Man wurde sich schnell handelseinig und so hatte Günther nun eine
richtige Rennkombi. Was er allerdings beim Kauf nicht beachtete war die Tatsache, dass die
Kombi für eine Frau geschnitten war. Bekanntlich sehen Männlein und Weiblein nur von hinten gleich aus.
Auf alle Fälle war er überglücklich über seine neue Errungenschaft.
Als er dann beim nächsten Rennen mit seiner neuen Kombi auflief, bemerkten seine Rennfahrerkollegen den kleinen Unterschied sofort. Der Spaß war natürlich groß und seitdem wurde er im Fahrerlager nur noch "Helga" gerufen. Ihr seht, so schnell kann man zu einem Spitznamen kommen.
Es war ein super Abend, der erst lang nach Mitternacht zu Ende ging. Einheitlicher Tenor aller Anwesenden war, so etwas sollte man wiederholen. Und da gibt es Zwei, die auch ganz in der Nähe wohnen. Wisst ihr, wen ich meine???????
Der eine hat als Spitzname "Mr. MZ" und der andere ist ein rennverrückter Dachdecker, also ratet mal.
Auf alle Fälle arbeiten wir dran!!!!!!!!!!!
Volker Erfurt
Die Motorsportler des HRC Jößnitz luden auch 2009 wieder zum traditionellen Frühjahrstraining. Am 24. und 25.04.09 trafen sich die Fahrer und Fans aus der Region in Fröbersgrün. Am Freitag wurde die Strecke gereinigt und ab 16.00 Uhr füllte sich das Fahrerlager auf dem Sportplatz. 20.00 Uhr wurde die Veranstaltung offiziell mit Motorsportkino und Tanz eröffnet und erst spät nach Mitternacht krochen die letzten in ihre Schlafsäcke.
Pünktlich gegen 8.00 Uhr am Samstag erwachte das Fahrerlager wieder zum Leben. Gegen 10.00 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück, startete dann das offizielle Programm auf der Verbindungsstraße zwischen Fröbersgrün und Frotschau.
Etwa 17 Motorsportler mit etwa 25 Fahrzeugen nutzten die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge auf die unterschiedlichsten Rennserien der Saison 2009 vorzubereiten. Prominentester Starter dieses Jahr war Karl Dinger vom MC Greiz, 3. der DDR-Meisterschaft in der Klasse bis 50 ccm 1983.
Aber nicht nur Zweiräder waren am Start, sondern auch das Rallye Team Kuppke, welches ihren Trabbi auf die kommende Rallye Saison vorbereitete. Sie waren nach der Veranstaltung voller Lob für das gelungene Event. Im laufe der Saison wollen sie die Werbetrommel kräftig rühren und nächstes Jahr auf alle Fälle wiederkommen.
Gegen 16.00 Uhr war dann Schluss mit dem Fahren und der Tag klang am Bierzelt bei PS-Gesprächen gemütlich aus.
Ganz besonders Bedanken möchten wir uns auch dieses Jahr wieder bei der freiwilligen Feuerwehr Fröbersgrün, die bei der Streckensicherung und der Verpflegung wieder ganze Arbeit geleistet hat.
Weiterhin gilt ein Dank den Einwohnern von Fröbersgrün und Frotschau, die es den
Motorsportlern ermöglichen, einmal im Jahr ihre Fahrzeuge unter Wettkampfbedingungen zu testen.
Also dann, dreht alle wieder schön am Gasgriff, auf eine erfolgreiche Motorsportsaison 2009. Wir verbleiben bis zum 23.-24.04.2010 wenn es wieder heißt: Frühjahrstraining in Fröbersgrün.
Volker Erfurt
zur Bildergalerie 2009 hier:
Test- und Einstellfahrten 2008
Nach der gelungenen Premiere 2007 waren die Erwartungen entsprechend hoch. Das Organisations-Komitee um Peter Mosch legte sich mächtig ins Zeug, am Freitagnachmittag wurde die Strecke gereinigt und die letzten Kleinigkeiten organisiert. Gegen 16.00 Uhr trafen die ersten Teilnehmer im Fahrerlager auf dem Sportplatz in Fröbersgrün ein. Leider kündigte ein Blick auf die Wetterkarte im Internet nichts Gutes für den Renntag an, aber die Hoffnung stirbt zu letzt. Für die schon am Freitag angereisten Motorsportler war es das erste Treffen 2008, entsprechend wurde am Abend im Bierzelt gefeiert.
Am Samstagmorgen bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen, es goss wie aus Kannen. Bis etwa 10.00 Uhr reisten dennoch weitere Motorsportler an, unter ihnen auch der ehemalige MZ Werksfahrer Heinz Rosner aus Hundshübel im Erzgebirge - sein Spitzname “Mr. MZ“. Er fuhr in seiner Kariere ausschließlich MZ, nahm an 46 Grand Prix teil und erreichte dabei 26 Podestplätze. Die Organisatoren hofften weiter. Im großen Fahrerlagerzelt entwickelten sich unterdessen wahre PS-Gespräche unter den Angereisten.
Ständige Infos über das Wetter aus dem Internet versprachen unterdessen keine Besserung. 11.30 Uhr fiel dann endgültig die Entscheidung, die Veranstaltung für den Sonnabend auf Grund des Wetters abzusagen. Als Alternative wurde der Sonntagmorgen angeboten. Etwa 25 Motorsportler reisten, frustriert durch das Wetter, enttäuscht wieder ab. Auch beim Organisations-Komitee war die Stimmung auf dem Null-Punkt. 7 Motorsportler trotzten dem Wetter und hielten aus, mit klammen Kleidern krochen sie bei grauem trüben, aber wenigstens von oben, trockenem Wetter am Sonntagmorgen aus ihren Zelten.
Nach dem Frühstück wurden, trotz des nach wie vor ungemütlichen Wetters, die Maschinen gestartet. Etwa 2 Stunden brummten die Motoren auf der Strecke und der Rest der Truppe versuchte, wenigstens die minimalsten Einstellungen für ihre Maschinen vor dem Saisonbeginn zu finden.
Leider hat der Wettergott dieser sehr gut organisierten Veranstaltung 2008 einen großen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Sicherheit der Fahrer geht in jedem Falle vor. Bedanken möchten wir uns vor allem bei der freiwilligen Feuerwehr Fröbersgrün, für die vorbildliche Unterstützung und die gute Versorgung der Fahrer - vom Frühstück bis zu den Getränken am Abend. Für die Organisatoren bleibt nur zu hoffen, dass zur 3. Auflage der Wettergott ein einsehen hat. Wir wüschen allen Motorsportlern eine erfolgreiche Saison, und so verbleiben wir bis zum Frühjahrstraining 2009 in Fröbersgrün, dreht schön am Gasgriff.
zur Bildergalerie hier:
1. Frühjahrstraining des "Historischen Rennsport Clubs Jößnitz" 2007
Am 28.04.07 fand auf der Verbindungsstraße zwischen Frotschau und Fröbersgrün, nahe Syrau, das 1. Frühjahrstraining
des "Historischen Rennsport Clubs Jößnitz" statt. Die Veranstaltung versteht sich als Fortsetzung einer alten Tradition, nämlich der bis
1992 stattgefundenen Frühjahrstrainings auf dem "Schleizer Dreieck".
Unter Federführung von Rennleiter Peter Mosch, der auch als Fahrer aktiv wurde, starteten 10 Aktive zu dieser Veranstaltung.
Zum Einsatz kamen 15 Maschinen, von einer aktuellen 250ccm Honda Rennmaschine über
50ccm Minibikes, AWO-Rennmaschinen, 125er und 250er MZ-Rennmaschinen, bis zu 500ccm Honda CBX Cup Maschinen, MuZ Skorpion Cup
Motorrad und ein Renngespann.
Zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr herrschte auf der abgesperrten Strecke Hochbetrieb, die Maschinen wurden für die diesjährige
Saison im "ADMV Classic Cup" fit gemacht. Auch die Fahrer tankten dabei Kondition.
Am Abend wurde die Veranstaltung bei einem kühlen Bier im "Café Syrau" ausgewertet, einhelliger Tenor aller
Beteiligten war: "Super Event, nächstes Jahr auf alle Fälle wieder, vielleicht entwickelt sich das Training in
Zukunft zu einem Gleichmäßigkeitsrennen".
Ein besonderer Dank gilt den Anwohnern für das Verständnis, der Feuerwehr Fröbersgrün und allen anderen Helfern und
guten Geistern der Veranstaltung.
Bilder vom Event gibt es hier: